Sonntag, 25. Dezember 2016

Frieden

25.12.2016, Haimo L. Handl
Heute ist Christtag, der erste Weihnachtstag, und ich verabschiede mich mit diesem Text; ich beende meine Kolumnenserie «Das Wort zum Sonntag», worin ich seit 2004 wöchentlich mich äußerte zu Aspekten der Kultur und Bildung und Politik. Es ist weder Überdruss noch Langeweile oder dass ich meinte, nichts mehr zu sagen zu haben. Es ist vielleicht eine Art pessimistischer Resignation, ein Nachgeben der Erkenntnis gewisser Sinnlosigkeit.

An wen soll ich mich Woche für Woche richten, ohne mich zu wiederholen oder in Lamenti zu verfallen in Widerspiegelung schlimmer Zeiten, die immer schlimmer werden? Warum versuchen, auf kurzem Raum zu reflektieren, sich zu besinnen und das in Worte zu fassen, da dies doch im Kern der Zeit und den Umtrieben der meisten entgegensteht?

Ich meinte Wolfgang Hildesheimer zu verstehen, bedauernd zwar, aber doch, als er beschloss, nicht mehr zu schreiben. Meine Überraschung war groß und ärgerlich, als ich in der jüngsten Ausgabe von SINN UND FORM seinen Entwurf «Die schwindende Zukunft» las, den er von der geplanten Publikation zurückgezogen, den er verworfen hatte. Die Fledderei wird in einer «Vorbemerkung» lapidar begründet: «Bleibt die Frage, inwieweit es zulässig ist, einen vom Autor verworfenen Text zu publizieren. (…) Wie sollte er heute, angesichts unserer actualitas und nach fast dreißig Jahren weiter geschwundener Zukunft in seiner Unbestechlichkeit NICHT zu dokumentieren sein?» So einfach macht sich das der Verwertungsapparat der Apparatschikgesellschaft.

Als ich mich kürzlich während eines Klinikaufenthaltes im Delirium durch eine extreme Unterzuckerung befand, lehrte mich diese neue Erfahrung bislang mir fremde Wahrnehmungen und Denkvorgänge. Es hatten sich die Raumkoordinaten verschoben und eine Schwere auf mich gelegt, die mir das Sprechen schier verunmöglichte. Ich versuchte Worte hervorzupressen, hörte sie von weit weg, mühsam gelallt, eingehüllt in ein gleichzeitiges Gefühl von Vergeblichkeit und Sinnlosigkeit, weil ich doch nicht sagen konnte, was ich wollte, weil es mir schon gesagt erschien, überflüssig zu wiederholen. Mir war wie in einem absurden Theaterstück. Warum spielen, warum sich abmühen?

Wir leben in friedlichen Zeiten. Die Medien widerspiegeln die Realitäten, und die sind weihnachtlich. Sogar der Terror, den einige Unverbesserliche ausüben, wird verkraftet und erschüttert nicht die Toleranz. Man lernte «mit ihm zu leben», was wohl heißt, mit und durch ihn zu sterben, aber die Verwertungsgesellschaft tauft das um, benennt nach ihrer Ideologie das Konstrukt anders. «Alle Menschen werden Brüder», als ob das vor dem Brudermord schütze. Was soll man da noch sagen? Wird nicht jedes positive Wort zur Kollaboration? «Was aber bleibt, stiften die Dichter.» Tatsächlich?

«Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.» Am Christtag wird das Johannesevangelium gelesen. Das Fleisch gewordene Wort ertönt. Jahraus, jahrein. Frieden. Wie nett und schicklich! Die Einübungen in die systematische Sinn- und Sprachentwertung funktionieren, weltweit. Was soll ich da noch sagen? Es ist doch schon gesagt.

Freitag, 9. Dezember 2016

Lettre aktuell Nr.4/2016





Lettre International Nr. 115 / Neue Ausgabe



Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
pünktlich zum Erscheinungstermin bringen Ihnen unsere rasanten Flughexen spannende Lektüre für die Fest- und Ferienzeit: Freuen Sie sich auf die neue Ausgabe von Lettre International Nr. 115, die ab sofort im Buchhandel, am Kiosk und ab Verlag bereit liegt.
KLARE SICHT VORAUS!
An unsere Anzeigenkunden: Mit TAKE FOUR, unserem unwiderstehlichen Angebot für 2017, heißt es wieder: Buchen Sie vier Anzeigen, aber bezahlen Sie nur drei! Diese Offerte gilt für Jahresschaltungen 2017, die bis zum 31. Dezember 2016 gebucht werden. Kommen Sie an Bord! TAKE FOUR schafft klare Sicht!
ÜBERBLICK - LETTRE 115
Die neue Ausgabe beleuchtet Ursachen, Konsequenzen und Reaktionen der US-Wahl. Wir untersuchen das Verschwinden des Intellektuellen, erkunden Grenzen, beobachten den globalen Handel mit Staatsbürgerschaften und heißen Sie im Darknet willkommen. Wir analysieren die Ideologie der Sozialen Medien. Wir berichten von killing fields im Südsudan. Wir forschen nach Totaler Gegenwart in Theater und Kunst und observieren die Statusphäre des Kunstmarkts. Wir bestaunen die Produktivität des Irrtums, belauschen Plaudereien zur Liebe, während uns der Aufenthalt im Kaffeehaus zu Lebensweisheit verhilft. Wir genießen das Alter am Rande des Meeres, bevor wir Goethes Italienische Reise nachempfinden. Auf Östlichem Gelände konfrontieren wir uns mit russischen Kriegsgeheimnissen, belegen einen Lehrgang der verlorenen Illusionen, erleben eine Dystopie aus Gehirnwäsche und Versklavung und werden Zeugen eines Pogroms.
KUNST
Ghosts der Schweizer Künstlerin Valérie Favre tanzen im nächtlichen Hexenreigen, der russische Künstler Nikolai Nasedkin knickt, faltet, collagiert und bemalt Zeitungspapier zu faszinierenden Porträts von Dichtern, Denkern und Künstlern: Russisches Antlitz.
MACHTVERSCHIEBUNG
Inszenierung potenter Männlichkeit, Signale zur Gewaltbereitschaft, Revival des Patriarchalismus, Verteidigung des umgrenzten Nationalstaats - diese Elemente identifiziert Roger Friedland in Staat und Geschlecht als entscheidende Faktoren für Trumps Erdrutschsieg. "Nie zuvor hatte ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat die Länge seines Penis verteidigt, geschweige denn in einem Rededuell zur besten Sendezeit versichert, seine kleinen Hände ließen nicht darauf schließen, daß auch alles andere klein sei. (...) Bei dieser Wahl ging es um das Geschlecht des Staates. (...) Donald vs. Hillary: Das war ein Kampf zwischen der Faust und dem Schoß, dem Phallus und der Gebärmutter. (...) Trump repräsentiert eine Rückkehr zum männlichen Prinzip als der Grundlage sowohl der Schöpfungsordnung als auch der Ordnung der Zerstörung." Über die Erotisierung der Macht und die Verheißungen des Patriarchats.
Zwanzig Lektionen zur Bewahrung der Freiheit in der Unfreiheit notiert Timothy Snyder in Setzen Sie ein Zeichen! "Wir Amerikaner sind nicht klüger als die Europäer, die ihre Demokratien Faschismus, Nazismus und Kommunismus Platz machen sahen. Unser einziger Vorteil ist der, aus ihrer Erfahrung lernen zu können. Jetzt wäre dazu eine gute Gelegenheit." Lektion 1: "Gehorchen Sie nicht schon im voraus. Man wirft dem Autoritarismus einen Gutteil seiner Macht allzu bereitwillig nach. In Zeiten wie diesen stellt der einzelne sich vor, was eine künftige repressivere Regierung von ihm wollen könnte, und macht das dann unaufgefordert. Haben Sie doch auch schon gemacht, stimmt's? Dann hören Sie auf damit! Vorweggenommener Gehorsam weist der Obrigkeit nur unnötig Möglichkeiten auf und beschleunigt die Unfreiheit."
Die russisch-amerikanische Autorin Masha Gessen mißtraut dem Präsidenten Trump. Sie plädiert für äußerste Wachsamkeit und ruft bittere historische Erfahrungen in Erinnerung: "Regel #1: Glaube dem Autokraten. Er meint, was er sagt. Wann immer Sie sich bei dem Gedanken ertappen oder andere behaupten hören, daß er nur übertreibe, dann ist das nichts weiter als unsere natürliche Neigung zur Rationalisierung. Das passiert immer wieder: Menschen scheinen so gebaut, es nicht wahrhaben zu wollen, wenn sie sich öffentlich mit dem Inakzeptablen konfrontiert sehen. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts versicherte die New York Times ihren Lesern, Hitlers Antisemitismus sei nichts weiter als eine Pose." Sechs Regeln gegen geistige Vernebelung und Bequemlichkeit.
ÜBER GRENZEN
Der Philosoph Jean-Luc Nancy kontaktiert die Ungrenze. Eine Grenze liegt vor oder hinter einem. Gelangt man an eine solche, gibt es kein Dazwischen. Eine Grenze ist Linie, Front, Frontlinie, durch eine Armee in Schlachtordnung gesichert und mit Grenzstädten, Grenzregionen, die an fremdes Territorium stoßen. In der Geschichte Europas ist die Grenze mit der Konstituierung des souveränen Staates verbunden. Die Geschichte der Menschheit jedoch ist eine ununterbrochene Geschichte der Grenzüberschreitungen, Migrationen, Transformationen und Metamorphosen. Geschichte gibt es nur, weil sie in sich die Möglichkeit des Wandels trägt.
Das Ende der Kriege, ein globaler Markt freien Austauschs und ungehinderter Bewegung - goldene Träume, die mit dem Ende der Systemkonkurrenz 1989 verbunden waren. Doch der Globalisierungseuphorie folgte die Globalisierungsangst. Grenzen haben wieder Hochkonjunktur. Doch manche Menschen bewegen sich nahezu ungehindert über den Erdball, denn Staatsbürgerschaften sind zur Handelsware geworden. Russische Oligarchen, chinesische Neureiche, reisewillige ägyptische Geschäftsleute sind die Kunden jener Glücksritter und Abenteurer, Aquapreneure und Technoutopisten, die im Bunde mit Staaten wie den Komoren, Zypern, St. Kitts, Malta oder den Arabischen Emiraten Aufenthaltsrechte, Visa oder Pässe gegen Geld oder Investitionen offerieren. Ein wachsender Markt, höchst professionell gemanagt. Kristin Surak schildert, wie das lukrative Treiben funktioniert: Kosmopoliten.
Mit Preisen überhäuft wurde der US-amerikanische Journalist Nick Turse für seine Untersuchung zum Vietnamkrieg. Drei Jahre recherchierte er nun zu den killing fields in Südsudan, die noch nicht Geschichte, sondern erschreckende Gegenwart sind, nahezu unbeachtet von der Weltöffentlichkeit: Übelster Ort der Welt. Sein Bericht beginnt so: "Da ist er wieder. Dieser widerliche Geruch. Ich stehe auf der Schwelle eines ehemaligen Hauses, von dem nur noch der Fußabdruck übrig ist. Inmitten der Ruine steht ein silberner kleiner Teekessel, die sanfte Rundung seines Bauches rußgeschwärzt, ansonsten scheinbar unversehrt - bis auf die beiden Löcher in seinem Bauch. Was immer ihn durchschlagen hat, er ist unbrauchbar, zerstört, so wie das Haus an sich zerstört ist, unbewohnbar wie die staubige Ruinenlandschaft der ganzen Stadt. Um die Wahrheit zu sagen, ist das hier gar keine Stadt mehr, noch nicht einmal eine geschliffene Stadt. Es ist das klassische killing field: ein Ort, an dem unbegraben menschliche Überreste herumliegen." Eine Reportage gegen das Vergessen.
Mit der Geisterdämmerung, dem Verschwinden des Intellektuellen im Posthistoire beschäftigt sich Martin Burckhardt. Zwar wird ständig über Politik geredet, der Charakter der öffentlichen Rede hat sich jedoch gewandelt. Die guten Intentionen führen justament in die Vorhölle der Talkshows, wo sich Experten in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Eigen-PR an ihren Spiegelbildern entflammen. In der beschworenen Vielfalt wird der Zuschauer mit geballter Einfalt konfrontiert - und wundert sich, wo die Geister geblieben sind, die der Wirklichkeit mit Theorie und einer Suche nach Ursachen und Zusammenhängen auf den Leib gerückt sind. Im Regelfall wird die Abwesenheit der Theorie nicht vermißt. Es herrscht selbstzufriedenes Justemilieu, eine Internationale der Konsumenten, ein Proletkult ohne Proleten. Hat man das Verstummen der Intellektuellen weithin mit dem "Ende der Geschichte" erklärt, hält Burckhardt die Veränderung des Schriftbegriffs für die Ursache. Die Elektrifizierung der Schrift hat einen Strukturwandel der Öffentlichkeit bewirkt, der radikaler ist als alle politischen Umsturzversuche - nur hat sich das Machtbeben auf untergründige, klandestine Weise ereignet. Die neuen Verhältnisse verlangen nach einem Denken, das zwischen Codes und Algorithmen zu navigieren versteht; mehr noch, nach einem Denken, welches es vermag, den Code der Simulation, das Phantasma der digitalen Gesellschaft, zu entziffern.
Willkommen im Darknet! William Langewiesche nimmt uns mit in den digitalen Underground, wo unsichtbare Weltkriege ausgefochten werden. Ein früherer Meisterhacker schildert dem Reporter die Herausbildung und Struktur des Darknets - hier werden Waffen, Drogen, Informationen gehandelt und gehackt, hier versuchen Cyberguerilleros und Geheimdienste Trojaner und Schläferviren einzuschleusen, Programme umzufunktionieren, Systeme zu unterwandern. Agenten, Unternehmen, Drogenkartelle, Waffenhersteller, sie alle mischen mit beim unsichtbaren Cyberkrieg, dessen spektakulärste Manifestation bislang der Stuxnet-Angriff auf die iranischen Atomzentrifugen war und der unlängst in der Attacke auf Internet- und Telefonverbindungen in Erscheinung trat. Über die Partisanen eines Paralleluniversums.
Der Internettheoretiker Geert Lovink, einst avantgardistischer Verfechter der Segnungen des digitalen Zeitalters, ist skeptisch geworden. Soziale Medien formatieren heute Gesellschaftlichkeit, digitale Medien verkörpern die werdende Infrastruktur des Planeten. Netzwerktechnologien sind Normalität, doch ihre Codierungen entziehen sich dem Blick. "Hört auf zu pushen und fangt an zu analysieren", ruft er den Usern zu. "Wir sind in einem neuen, noch namenlosen Stadium angekommen, der hegemonialen Ära, der Social-Media-Plattformen als Ideologie. Er fordert eine kritische Theorie und die Politisierung der Versorgungsunternehmen für Informationen und Kontakte. Ein Aufruf zur Vorsicht, denn die Ideologie der sozialen Medien ist bereits zur materiellen Macht geworden.
Paolo Giordano sinnt nach über literarisches Erzählen in Zeiten des Internets: James Joyce 2.0. Ein Problem wird von Autoren wie Verlegern zumeist ignoriert: das begrenzte Reservoir an Zeit und Gedanken, das jeder zur Verfügung hat. Man muß haushalten mit seiner schöpferischen Zeit, mit Geistesblitzen und brillanten Ideen. Sich in sozialen Netzwerken zu tummeln mag dem Autor helfen, einen weiteren Tag dem Vergessenwerden zu trotzen, doch droht man sich dadurch selbst zu berauben. "Ein pointierter Satz, einmal geäußert, ist verbraucht; eine schöne Landschaft, mit dem iPhone photographiert und geteilt, wird nie mehr eine grandiose Beschreibung werden, und ein heimlich abgelauschter Dialog, mit dem man seine WhatsApp-Gruppe zum Lachen bringt, wird keine Romanfigur mehr wiederholen können. Was man im Netz verschleudert hat, läßt sich in einem Buch nicht mehr wiederverwerten - oder nur um den Preis der ewigen Schande. Autoren, die nicht an Debatten in den sozialen Netzwerken teilnehmen, verweigern sich häufig aus einem einfachen ökonomischen Kalkül: Sie wollen sich die paar guten Einfälle, die sie täglich haben, lieber für ihre Bücher aufheben." Über das Schriftstellerleben zwischen terrestrischer und virtueller Dimension.
KUNSTKONZEPTE, KUNSTERFAHRUNGEN
Wer in einem Museum einem Suppenkoch begegnet, kann getrost davon ausgehen, daß er auf einen Exponenten der "relationalen Kunst", einer Spielart der Gegenwartskunst gestoßen ist. Was die Gegenwartskunst und ihre Vielfalt von Erscheinungsformen charakterisiert, diskutiert Frank M. Raddatz mit dem Kunstphilosophen Alexander García Düttmann und dem Leiter der Berliner Festspiele, Thomas Oberender. Ihr Diskurs Totale Gegenwart versucht, wesentliche Strukturen und die Aporien dieser Kunstform näher zu bestimmen. An die Stelle der Kritik und der Vorstellung alternativer Realitäten ist die Produktion von Präsenz bzw. Gegenwart getreten. Warum aber etwas produzieren, was ohnehin existiert? Die Beantwortung dieser Frage führt auf die Spur eines veränderten Zeitregimes und eines in Transformation begriffenen Gegenwartsbegriffs. Unter der Prämisse stillgestellter Gegenwart drapiert sich die Gegenwartskunst als reines Machen, als Fiktion, die ihr Außen, die in sie eingegangenen Entscheidungen, Absichten und Kategorien zu verdecken weiß, um sich als unvermittelt und ursprünglich zu präsentieren.
"Der Übergang von der Wahrheit zur Lüge ist mitunter schmal wie ein Haar, und ich versuche dieses Haar zu spalten", sagt der libanesische Künstler und Theatermann Rabih Mroué. Mit Märtyrern spielen! ist das Interview betitelt, das Frank M. Raddatz mit ihm führte. Mroué, dessen Mutter als Milizsoldatin im libanesischen Bürgerkrieg ums Leben kam, realisiert ein beklemmendes politisches Theater. Er legte die grotesken Züge des libanesischen Bürgerkriegs zu einer Zeit offen, als bei Dunkelheit in den Hauseingängen bewaffnete Posten Stellung bezogen und in den Nebenstraßen Panzerspähwagen bereitstanden. Mut zeichnet diesen Künstler aus, der immer wieder zu den Abstrusitäten der bewaffneten Konflikte im arabischen Raum zurückkehrt. In seiner letzten Produktion führt er die Ideologie des Märtyrertums zu absurden Höhen. Der Theatermacher gehört zu den markantesten Gestalten der globalisierten Kunstwelt.
Notizen zu Shakespeare verfaßte Harold Pinter 1951 auf einer Theatertournee durch Irland. Jeden Abend gab man ein anderes Shakespeare-Stück. Vier Jahre, so Pinter, war er wie besessen von Shakespeare, und dieser Leidenschaft entstammt seine Hommage. "Er dreht sich um und beißt sich in den Schwanz. Er defäkiert auf den eigenen Teppich. Er sagt die Bibel seitwärts auf. Die Notbremse lehnt er mit derselben Geringschätzung ab wie den Rettungsring. Er kratzt sich mit einem Eisberg am Kopf. Aber zu keinem Zeitpunkt reißt das Gewebe. Nicht einen Augenblick verliert das Drahtseil an Spannung. (...) Er steht sich selbst im Weg, er verbrennt sich die Finger, er kentert, schmort im eigenen Saft, er verliert die gesamte Besatzung; er übersteht Feuer, Brandstiftung, Notzucht, Plünderung, Verheerung, Betrug, Knechtschaft, Mord, Einmischung, Snobismus, Läuse, Eifersucht."
Nicht das römische Liebesleben Goethes vor 230 Jahren interessiert Peter von Becker, sondern warum der Dichter seine italienische Exkursion von 1786 erst 1816, dreißig Jahre später, literarisch verarbeitete. Da hatten die Französische Revolution, Napoleon und der Wiener Kongreß bereits eine neue Welt hervorgebracht, in der Goethes Italienische Reise in ihrer Unzeitgemäßheit hervorstach. Goethe war der kleinen Welt des Weimarer Hofes und dem kunstlosen Land im Norden entflohen, um in der Hauptstadt der Welt die Subjektivität des Künstlers wiederzufinden, um vom selbstgefesselten Prometheus wieder zum Poeten zu werden. Die Italienische Reise war die Erinnerung an ein Lebensglück, das mit seinem strahlenden Licht auch den Schatten des Todes vorauswarf: Wunde und Wunder.
Die Standardökonomik unterstellt jeder Kaufentscheidung Rationalität. Am Kunstmarkt jedoch spielen andere Faktoren eine Rolle. Während die Zahl der Dollar-Milliardäre, die sich in die "Statusphäre" der Kunst einkaufen können, wächst, schrumpft das Angebot am oberen Ende des Marktes. Es wird zunehmend schwieriger, frische Werke der Gegenwartskunst zu erstrangigen Prestigegütern, zu "Siegerkunst" zu machen, um die sich Händler und reiche Sammler reißen. Diesen geht es in ihrer Sammelwut nicht in erster Linie um Profite. Über Spekulation, Kunsterwerb und Kunstexhibition als daseinssteigernde Erfahrung. Steffen W. Groß in Unruhige Kunstmärkte.
Ein Panorama der Irrtümer eröffnet der britische Philosoph John Roberts. Die Geschichte der Philosophie folgt widersprüchlichen Impulsen: dem Bestreben zur Eliminierung aller Irrtümer aus dem Denken zugunsten absoluter Vernunftautonomie oder aber der Akzeptanz des Irrtums als produktiver Fehlleistung, als Motor der Erkenntnis: Die Furcht vor dem Irrtum gibt sich demnach als Furcht vor der Wahrheit zu erkennen. Kant und Descartes sind militante Feinde des Irrtums, insofern er das souveräne Vernunftsubjekt gefährdet. Spinoza, Hegel und Marx sehen in ihm eher das Durchgangsstadium eines Bewußtseinsprozesses auf dem Weg zur Entfaltung wachsender Vernunft: Über den Irrtum.
LEBENSWEGE
Eine Frau, zwei Männer. Drei Parisliebhaber und das Thema ihres Herzens: die Liebe. Hanna Schygulla, Peter Stephan Jungk und Georg Stefan Troller erinnern sich, rätseln und sinnieren: Wie war das mit jenem großen Gefühl, jenem zarten Erwachen der Sinne? Das erste Verlieben in eine blonde Kriemhild, die Frage nach der Männlichkeit, die undurchsichtige Kraft der Frauen, die Anziehungskraft des eigenen Geschlechts, die Verbindung von Schönheit und Humor, die erotische Aufladung, die sich nicht erfüllt ... Von Schicksalsliebe und Eigenliebe, Unglück und Passion, mütterlicher Zuneigung, Rosenkriegen und der Transformation der Liebe im digitalen Zeitalter - drei höchst lebendige Geister lassen ihre Erfahrung mit Leben und Liebe Revue passieren: L'amour toujours!
An Schwung und Grandiosität einstiger künstlerischer Auflehnung erinnert das 1931 geschaffene poetische Manifest Total des chilenischen Dichters Vicente Huidobro. "Genug von euren Stücken Menschen, euren kleinen Stückchen Leben. (...) Die Welt hat genug von euren Stimmen monotoner Kanarienvögel. Eure Zungen gehören zu Prinzen, und man sollte die Zunge eines Menschen haben. / Besser ist es, einem Steinbrucharbeiter zuzuhören, weil er zumindest seine Wut verspürt und sein Schicksal kennt, leidet und Grenzen zerbrechen möchte. / Ihr dagegen sprecht das große Wort nicht aus, das sich in seinem Bauch bewegt. Ihr wißt nicht, wie ihr es enthüllen sollt. / Das große Wort, Geschrei des Menschen in der Unendlichkeit (...)."
Ein Ort, Bühne für die unwiderstehlichste aller Drogen: Aufmerksamkeit, ein Ort, der das Flickwerk Mensch aus Eigenem, Fremdem, aus Nachahmung und Spiegelung wie durch ein Brennglas deutlich werden läßt. Täter und Opfer in einem Raum, Sklaven eigener Triebe auf der Suche nach Traum und Trugschluß: dem eigenen Selbst. Die stille Blume und der zynische Opportunist, Fleißkärtchenprovinzler und traurige Helden, sie alle sitzen im Kaffeehaus des Gerald Uhlig-Romero, und bevor sie ihre Lebensreise aus dem Nichts ins Nichts fortsetzen, sind sie Teil seines Kosmos und Protagonisten seines lebensphilosophischen Gedankengebildes: Das Kaffeehaus.
Der französische Philosoph Jean-Claude Pinson lebt am Meer, bei jedem Wetter genießt er es, am Strand entlangzulaufen, um die Süße jener Linie auszukosten, wo Land und Meer zusammentreffen. Er lebt in einem disparaten Habitat. Pinien, elegante Appartements, Ruhe, Freizeitfreuden im Dialog mit dem alternden Körper. Das Meer hat eine eigene Kulturgeschichte, erfährt bürgerliche Inbesitznahme und den Einzug des Massentourismus, die Unterteilung der Klassen und Generationen schreibt sich ein in seine Geographie: Alt sein am Meer.
Liebeserklärung sowie Erinnerung an Nadeschda und Ossip Mandelstam ist Die Sage von der Pfefferminze des chinesischen Lyrikers Yang Lian: "Eine Fläche Wasser säubert die Waffe, die der Poet der Welt hinterließ. / Dem Herz der Nadeschda sind Worte entnommen, die kein Schnee erinnern kann. / (...) Er schaut all die Schädel; Seidenblumen sind die Intarsien. / Sie hängen an den Haken eigens erkorener Tage. Auch abgeschnitten / sind sie noch süß in ihrer Süße. Unter fahlem Lampenschirm / lebt er. Da hat der Poet zu erlernen den Stand steigenden Wassers, / den wir abhören. So viele dunkle Nächte, so viele 1937. / Woronesch, ein Ort wie der Klang eines Apfels, der rot gefror. / Der Schnee ist ein Leichensammler, er rezitiert Buchstabe für Buchstabe / die Verse der Toten, so aufrecht in den Kehlen. "
ÖSTLICHES GELÄNDE
Die Revolution frißt nicht nur ihre Kinder, sondern auch die Kindeskinder: Dichte, wuchtige, faszinierende Porträts russischer Literaten des 20. Jahrhunderts hat der Moskauer Maler und Zeichner Nikolai Nasedkin geschaffen. Tief graben sich Tragik und Gewalt der Geschichte ins Antlitz seiner gemalten Dichter und Denker, die individuellen Schicksale der Intellektuellen ein, die an den Fortschritt glaubten und Opfer von Terror und Unterdrückung wurden.
Bora Cosics kurzer Lehrgang der Verlorenen Illusionen erinnert an die Aufbruchszeit in Jugoslawien nach der Befreiung. Im frischgebackenen Sozialismus traten vermehrt Illusionisten in Erscheinung. "Nun, da die allgemeinen Volksveranstaltungen zu einer alltäglichen Erscheinung wurden, hielten die Künstler im Herbeizaubern von Hasen aus Hüten ihre Zeit wieder für gekommen. So wurden in zwei Hälften gesägte Mädchen durch ihr Können wieder ganz, und aus einem winzigen Glasgefäß sprang kraft dieser Kunst ein riesiges weißes Pferd. Alles war eigentlich wie früher, nur daß das zersägte Mädchen in seiner heilen Variante in die Staatsflagge gehüllt war, und der Hase, der aus dem Hut sprang, hatte ebenfalls den roten fünfzackigen Stern auf dem Rücken." Die Illusion wurde zur geistigen Nahrung des Proletariats, das an eine blühende Zukunft glaubte. Doch ließen die versprochenen sozialen Errungenschaften auf sich warten. "Es gibt keine Enttäuschung ohne optimistische Naivität, genausowenig wie Hamletsche Reife ohne den zerbrochenen Krug der Illusionen."
Oksana Timofejewnas Kriegstrilogie schildert die sprachlichen und psychologischen Konstruktionen, mit denen die russische Staats- und Militärführung versucht, die Realität des Krieges in der Ostukraine vor der eigenen Bevölkerung zu verleugnen. Ganze Divisionen gehen "verloren" auf dem Weg ins Feindesland; zurück kommt nicht selten eine sogenannte "Fracht 200", anonymisierte Leichen in Zinksärgen. Die Soldatenleiche aus einem nichtexistierenden Krieg darf es nicht geben. Wie läßt man mit den Körpern der "antiterroristischen Einsatzkräfte" aus den grenznahen Schattenzonen Kriegsbeweise verschwinden? Gräber unter falschem Namen an entfernten Orten, Vermißtenbescheinigungen, Kredite, Renten, Kompensationsleistungen für Hinterbliebene - so ernähren Krieger über ihren eigenen Tod hinaus ihre zum Schweigen erpreßten Familien. "Die Soldaten sind die Prostituierten des Krieges. Sie gehören, wie die Prostituierten, einer anderen, sakralen Welt an. Diese Welt beruht auf dem Verstoß gegen das Verbot - das Verbot von Sex oder das des Tötens. So wie der Körper der Prostituierten ist der Körper des Soldaten unanständig und zur Gewalt prädestiniert. Wie die Prostituierte haust der Soldat in einem Territorium, wo der anständige Bürger nichts zu suchen hat - einer Zone bewaffneter Auseinandersetzungen, einem Konfliktherd. Die Gewalt des Krieges oder des Sexes sind nicht für menschliche Augen bestimmt - denken wir. Wenn es ein Spektakel ist, dann ein erhabenes, welches man nur aus sicherer Entfernung beobachten darf."
Nur keine Frauen heißt die finstere Dystopie über Gehirnwäsche und sexuelle Versklavung von Alexej Lukjanow. "Dreckschwanz, Schwuchtel, Arschficker" - ein Lehrer unter Verdacht und eine Gruppe Schüler, die ihn in brutalem Kalkül denunziert, um selbst nicht unter Verdacht zu geraten, jemanden zu decken, der homosexuell sein könnte. Das Land: Rußland. Die Umstände: Ein Sportlehrer, der sich nie an seinen Schülern vergriffen hat. Die Gesellschaft: von Milizen in Schach gehalten. Nur einer, der gelehrige Schüler, versucht, seinen Lehrer zu warnen, doch es ist zu spät. Die Miliz ist schon vor Ort, der Junge wird gefoltert, inhaftiert, operiert und in einer Lehranstalt für Hausangestellte mit Kursen in Sex und Erniedrigung zum dienstbaren Objekt perverser Herrscher herangezüchtet.
Jean Malaquais war das literarische Pseudonym von Wladimir Malacki, eines aus Polen nach Frankreich emigrierten Schriftstellers. Seine bislang nie auf deutsch veröffentlichte Erzählung Marianka von 1936 trug ihm die Anerkennung André Gides ein. Sie schildert ein Pogrom im Gefolge der russischen Revolution und der polnischen Staatsgründung auf dem Gebiet der heutigen Ukraine, einen grausamen Gewaltexzeß entfesselter Milizen, die in Willkür und Erniedrigung nach Lust und Befriedigung suchen. Der damalige willkürliche Mord nationalistischer Partisanen an der Familie eines Rabbiners hat unlängst in dem Priestermord in Frankreich ein zeitgenössisches Äquivalent gefunden.
BRIEFE & KOMMENTARE, KORRESPONDENZEN
Ukraine - im Osten nichts Neues, so die Diagnose von Achim Engelberg nach seiner Rückkehr von einer Reise nach Kiew und in die Ostukraine. "Wer den Krestschatik, den zentralen Boulevard von Kiew, vom Bessarabischen Markt über den Maidan bis zum Hotel Dnipro am Europaplatz entlangläuft, findet Bilder der Toten des Euro-Maidans, die als "Himmlische Heerschar" bezeichnet werden. Für die Kämpfer an der Ostfront wird Geld gesammelt. Die Anzahl der Menschen, die Habseligkeiten, Blumen oder Obst und Gemüse aus dem Garten anbieten, nimmt zu. Verwandelt sich der Maidan vom Helden- zum Bettlerplatz? Führte die Himmlische Heerschar in die Hölle der Armut?" Berichte und Erinnerungen aus dem Hinterland, von der der Front und vom Irrenhaus des Krieges.
Patricia Görg porträtiert einen Aufrührer. Einst Friseurlehrling, wurde er zum Giganten - Parfümeur, Poet, Universalkünstler, Schwarzmagier - Serge Lutens, berühmter Schöpfer von Düften, gibt sich als Brandstifter des Marktes erlesener Gerüche, der mit dem Feuer spielt. Seine Produkte, suggerieren seine Selbstinszenierungen, seien Destillat persönlicher Träume, Alpträume und Erinnerungen, berührten das abgründige Wesen der Dinge und könnten sich ob dieser schmerzlichen Wahrhaftigkeit mit dem Wesen ihres Käufers und Trägers verbinden. Das Profil eines geschäftstüchtigen Hohepriesters, der sich die nach Geld und Ruhm duftenden Hände reibt.
Der neue Morgenrock trägt Unruhe in den Haushalt des Philosophen Denis Diderot; er paßt nicht zu anderen Objekten des Ensembles. Die Konsequenz: Bilder müssen verkauft, neue angeschafft werden, selbst Möbel müssen sich dem neuen Regime anpassen. Einzig ein Flickenteppich verbleibt als Rebell einer vergangenen Epoche erhalten. Nicht das souveräne Subjekt benutzt hier die Dinge zur Inszenierung der eigenen Persönlichkeit, vielmehr werden die Dinge herrisch, schreien nach kompatiblen Ladegeräten, Pflegeprogrammen, regelmäßigen Wartungen und harmonierenden Begleitern. Was tun? Felix Heidenreich über Herren, Knechte, Morgenmäntel.
Neu-Delhi, Anfang November. Lange Schlangen vor Bank- und Geldautomaten, Indien in Aufruhr, seit über Nacht deklariert wurde, daß die 500- und 1000-Rupien-Noten kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr darstellen. Ein Schock, eine Art Enteignung - ohne jede Vorwarnung trifft die Inder dieses Regierungsdekret, das Korruption, Schwarzgeld, Terrorismus Einhalt gebieten soll. Über einen Ausnahmezustand, der die Armen und Unbeholfenen trifft und die raffinierten Schwarzgeldbarone wenig tangiert. Urvashi Butalia: Bargeldchaos über Nacht
Das Viertel Upplandsgatan in Stockholm, einst verkommen, dann Shopping-Hölle, wird gentrifiziert und nun von neuen Bewohnern in Besitz genommen. "Die Leute, die dort arbeiten, sehen gut aus. Sind gut gekleidet, haben guten Geschmack. Sie sitzen hinter Applebildschirmen, an Eiermanntischen und unter Poulsenlampen. Sie strahlen Zufriedenheit aus. Unwillkürlich fragt man sich vor dem Schaufenster, wie zufrieden man selbst ist. Hier wird Arbeit ausgestellt wie in einem Gegenwartsmuseum. Arbeit erhält einen Look." Das Theater einer neuen Welt erlebt Lars Henrik Gass.
KUNST
Valérie Favre, Ghost nach Goya
"Die Malerei benutze ich, weil ich insgeheim eine stille Regisseurin bin. Malerei ist für mich weniger ein künstlerisches Medium als eine Möglichkeit und eine Art des Erzählens. Vor Wörtern und vor Bildern habe ich Respekt, denn sie bergen ein Geheimnis. (...) Als Reservoir dient mir auch die Geschichte der Kunst, aus der ich Bilder und Photographien neu inszeniere; so wie bei Goyas Flug der Hexen. Hexen sind immer unterwegs - machen wir die Fenster auf, vielleicht haben sie etwas zu erzählen."
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Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre, eine schöne und friedliche Weihnachtszeit und einen schwungvollen Rutsch ins Neue Jahr!
Bleiben Sie uns gewogen!
Mit den besten Grüßen,
Lettre International
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Montag, 14. November 2016

NYRB 17/2016

The issue November 10, 2016 • Volume 63, Number 17 of the NEW YORK REVIEW OF BOOKS is available in our library!


185. Todestag von Ignaz Pleyel

Ignaz Josef Pleyel (* 18. Juni 1757 in Ruppersthal in Niederösterreich; † 14. November 1831 bei Paris), bis etwa 1789 Pleyl, ab etwa 1789 Ignace, autographisch auch Ignazio Pleijel, war ein österreichischer-französischer Komponist und Klavierfabrikant.

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Donnerstag, 10. November 2016

125. Todestag von Arthur Rimbaud

Jean Nicolas Arthur Rimbaud (* 20. Oktober 1854 in Charleville; † 10. November 1891 in Marseille) war ein französischer Dichter, Abenteurer und Geschäftsmann. Heute gilt er als einer der einflussreichsten französischen Lyriker.

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Dienstag, 8. November 2016

100. Geburtstag von Peter Weiss

Peter Ulrich Weiss (* 8. November 1916 in Nowawes bei Potsdam; † 10. Mai 1982 in Stockholm; Pseudonym: Sinclair) war ein deutsch-schwedischer Schriftsteller, Maler, Grafiker und Experimentalfilmer.

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Samstag, 5. November 2016

90. Geburtstag von John Berger

John Peter Berger (born 5 November 1926) is an English art critic, novelist, painter and poet. His novel G. won the 1972 Booker Prize, and his essay on art criticism Ways of Seeing, written as an accompaniment to a BBC series, is often used as a university text. He has resided in France for over 50 years.

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Das Lesen der Bilder

Zum 90. Geburtstag: eine Liebeserklärung an den britischen Erzähler, Dichter und Essayisten John Berger.
von Gregor Dotzauer, Tagesspiegel